Heimatverbundenheit für jedes Zuhause

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Es ist ein schöner Tag am Herbstanfang. Ich schlendere in Deggendorf die Gassen entlang und bummele entlang der Schaufenster. Mir fällt das letzte Gebäude auf, denn hier geht es im Schaufenster sehr farbenfroh zu.

 

Von Holz über Porzellan und Glas ist alles dabei. Meine Neugier ist geweckt. Im Geschäft lächelt mich eine Dame sehr nett an und begrüßt mich, lässt mich weiter ungestört auf Entdeckungsreise gehen. Erst als ich längere Zeit die kunstvollen handgemachten Wanduhren aus Holz bewundere, spricht sie mich an. Sie stellt sich als Margit Zens vor und ist die Mutter von Marcel Zens der zusammen mit Maximilian König das Geschäft betreibt. Margit erklärt mir mit einem Strahlen in den Augen, dass die Uhren im eigenen Schreinereibetrieb in Frauenau gefertigt werden.

Auch Produkte aus der Region werden angeboten, wie Glasprodukte aus dem Bayerischen Wald, Holzkernarmbahnuhren, Porzellanprodukte, Handtaschen. Neben all diesen wunderbaren Gebrauchs- und Genussgegenständen kann man aber auch Massivholztreppen, Küchen, Möbel und Fußböden anfertigen lassen.

Für mich jedenfalls gibt es jetzt in Deggendorf eine Anlaufstelle, wenn ich ein Mitbringsel, Dekoartikel oder Einrichtungsgegenstände benötige. Hier finde ich hochwertige Dinge, die das Leben schöner machen und auch ganz praktisch den Alltag erleichtern. Der Laden trägt zurecht den Namen „Maximilian König GbR Kunst-Handwerk-Design“.

Wir sind selber ein junges Paar, gerade mit dem Hausbauen fertig geworden und haben erst das nötigste zuhause. Liebevolle Details fehlen noch. Deshalb habe ich meinem Mann freudestrahlend von meiner Entdeckung erzählt, da mir mehrere Produkte und die Machart der Möbel nicht mehr aus dem Kopf gehen. Daraufhin habe ich uns einen Termin in der Schreinerei in Frauenau vereinbart.

Kurz vor Frauenau lasse ich den Blick über das Tal schweifen, die Wolken hängen in den Bergen fest und die Natur darf noch Natur sein. Ein Ort, an dem man Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit großschreibt.

Als ich auf das Gebäude zugehe, fällt mir sofort auf, dass sich der bunte Stil des Schaufensters auch hier am Gebäude widerspiegelt. An der Tür angekommen, bewundere ich erst noch die außergewöhnliche Tür. Sie beinhaltet einen geschnitzten Baum und eine Sonne/Mond. Die Türklinke ist eine veredelte Wurzel. Beim Eintreten begrüßen mich Max und Marcel sehr herzlich. In einem längeren Gespräch erfahre ich, wie es zu all dem kam.

Max wollte schon immer Schreiner werden, da dieses Handwerk in seiner Familie schon seit mindestens 80 Jahren besteht. Deshalb arbeitete er bei seinem Vater im Betrieb in Kohlnberg bei Langdorf bis er seine Frau kennenlernte und heiratete. Damit übernahm er den Betrieb seines Schwiegervaters. Dieser führte die in der Region bekannte Zimmerei Häusler. Dank des guten Namens der Zimmerei war der Umstieg von einer Zimmerei auf eine reine Schreinerei nicht schwer und wurde gut angenommen. Max wollte schon immer eher ausgefallene Möbelstücke fertigen als nur klassische Werkstücke. Am Anfang, erzählt er, sei er auch ein wenig dafür belächelt worden, aber wie man sieht, habe er genügend Arbeit und viel Spaß daran. Zeitweise habe er zusätzlich auch den Betrieb seines Vaters betrieben. Das war eine sehr stressige Zeit, erinnert sich Max zurück. Jetzt kommt für mich die Frage auf, wie sich diese zwei unterschiedlichen Männer – Max und Marcel – überhaupt kennenlernten, denn sie sind weder Vater und Sohn noch haben sie das gleiche Alter.

Die beiden klären mich auf, dass Marcel schon als Fünfjähriger im Betrieb war, da seine Mutter früher im Büro bei Max tätig war. Marcel schmunzelt ein wenig, als er erzählt, dass er sein Taschengeld immer gespart hat, um sich beim Max etwas kaufen zu können und deshalb als Teenager oft auch im Betrieb mit anpackte. „Ich wollte immer Tierarzt oder Förster werden, da ich viel Zeit im Wald oder am Berg verbringe.“ Deshalb ist er jetzt als Gebirgsjäger bei der Bundeswehr tätig.

Er erzählt mir, dass sein erstes Möbelstück ein Wurzelwerk war, das er sich beim Max gekauft hat. Das ist ein sehr ausgefallener Tisch, der geschnitzt und bemalt ist, mittlerweile ist der Tisch einer von vielen Schätzen. Seine Wohnung platzt allmählich aus allen Nähten, deshalb wird das Projekt eines eigenen Hauses auch bald umgesetzt und somit kann er wieder weitere Möbel vom Max kaufen. Denn er sagt selber: „Ich bin der größte Fan unserer Möbel und Kunstobjekte“.

Max meint darauf hin: „Das war für mich ein Grund mich mit Marcel über die Idee eines Showrooms zu unterhalten und ich wollte seine Meinung dazu haben. In dieser spontanen Unterhaltung war für uns beide schnell klar, dass Marcel bei mir einsteigt.“ Da sich die beiden seit Kindheitstagen kennen, war die Entscheidung innerhalb weniger Tage getroffen und auch gleich umgesetzt. Der erste Laden wurde 2016 in Zwiesel eröffnet. Da sie aber viele Kunden im Deggendorfer Raum haben, wollten sie in der schönen Donaustadt auch ein Geschäft eröffnen. Im Frühjahr 2018 fanden sie in der Östlichen Zwingergasse 17 in Deggendorf genau diesen Laden.

Die beiden sind nicht nur beruflich in Deggendorf, sondern genießen es auch mal, das große Angebot an Läden und Wirtshäusern auszunutzen.

Du willst noch mehr wissen, dann klick auf:

Maximilian König GbR

 

Veröffentlicht am 16. Oktober 2018